Am 1. Februar 2018 beginnt beim Jugendhilfeträger PiB –Pflegekinder in Bremen gemeinnützige GmbH eine neue Zeitrechnung. Monika Krumbholz, die 16 Jahre lang die Geschicke der erst im Jahr 2001 gegründeten Gesellschaft PiB gelenkt hat, geht dann in den Ruhestand. Ihr folgt die Diplom Sozialpädagogin Judith Pöckler-von Lingen (51) nach. Sie wurde, um den guten Übergang zu gewährleisten, bereits im November zur zusätzlichen Geschäftsführerin ernannt.

„Dass PiB heute als Bremens Adresse für Pflegefamilien, Pflegeeltern, Patenschaften und Kindertagespflege einen Namen hat, dafür steht Monika Krumbholz“, würdigte Bernd Schmitt, Geschäftsführer der Diakonischen Jugendhilfe Bremen (jub), die eine von vier PiB-Gesellschaftern ist. „Frau Krumbholz hat den Fachdienst maßgeblich aufgebaut und gestaltet. Bundesweit gilt PiB als innovativ und ist vernetzt bis in die Ministerien.“

Doch auch an der Weser sind die Veränderungen spürbar geworden. Von ursprünglich zwei Aufgabengebieten – den Bereichen „Vollzeitpflege“ für Pflegekinder und -familien sowie „Kindertagespflege“zur Tagesbetreuung von Kindern – ist das Leistungsspektrum über die Jahre erweitert worden.Heute gehören dazu beispielsweise auch „Patenschaften“ für Kinder, deren Eltern zeitweise Entlastung brauchen, die „Übergangspflege“, deren Pflegestellen Kinder für befristete Zeiträume aufnehmenund das „PiB-Bildungszentrum“ mit Bildungsangeboten für Pflegefamilien und Kinder mit und ohne Behinderung. 

Die künftige Geschäftsführerin, Judith Pöckler-von Lingen, war an den jüngsten Entwicklungen bereits beteiligt. Sie kam 2011 zu PiB und leitete hier zuletzt die Abteilung „Vollzeitpflege“. Davor war sie an der Entwicklung der „PiB-Elternberatung“ beteiligt. Sie bezieht Eltern, deren Kinder nicht bei ihnen leben können, in das Pflegeverhältnis so ein, dass Kinderentlastet werden. In Fachkreisen gilt das noch als Novum. 

„Wir bedanken uns bei Frau Krumbholz für ihr großes und erfolgreiches Engagement für PiB, für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Menschen, die mit PiB zusammenarbeiten. Zugleich blicken wir optimistisch in die Zukunft, denn mit Frau Pöckler-von Lingen wird die pädagogische Kontinuität und die Qualität der Arbeit von PiB fortgesetzt“, sagt Gesellschaftervertreter Bernd Schmitt.

Noch-Geschäftsführerin Monika Krumbholz bedankt sich aus Anlass des bevorstehenden Abschieds. „Ohne das Engagement von inzwischen über 900 Familien und Kindertagespflegepersonen, die fortlaufend mit PiB zusammenarbeiten, damit Kinder sich gut entwickeln können, wäre PiB nicht das geworden, was es heute ist.“ 

Die Gesellschaft PiB wurde 2001 gegründet, nachdem die Stadt Bremen Teile des bis dato kommunal geführten Pflegekinderdienstes in private Trägerschaft überführte – mit dem Auftrag, Qualität und Quantität der Leistungen auszubauen. Seit 2002 arbeitet die gemeinnützige GmbH mit der Stadt Bremen auf Grundlage eines Kooperationsvertrages zusammen. Zum Kreis der vier Gesellschafter gehören heute der Caritasverband Bremen e. V., das Deutsche Rotes Kreuz, Kreisverband Bremen e. V., der Verein der Bremer Säuglingsheime und die Diakonische Jugendhilfe Bremen.