Aufarbeitung der Fürsorgeerziehung in Bremen in den Jahren 1933-1945

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Freitag, 15 Januar, 2016 - 19:00

Die Träger der diakonischen Jugendhilfe in Bremen und das Diakonischen Werk Bremen e.V. haben sich auch mit Unterstützung der Bremischen Evangelischen Kirche eine Aufarbeitung ihrer Arbeit während der Zeit der NS-Herrschaft vorgenommen. Im Rahmen dieser Aufarbeitung hat das Diakonische Werk Bremen e.V. die Bremer Kulturwissenschaftlerinnen Gerda Engelbracht und Dr. Andrea Hauser beauftragt, in Bremischen und auswärtigen Archiven und Sammlungen zu recherchieren, um herauszufinden, wie die Situation von Bremer Kindern und Jugendlichen war, die während der NS-Zeit in evangelischen Kinderheimen und Fürsorgeanstalten untergebracht waren.
Die vorläufigen Ergebnisse dieser Recherche wurden im Rahmen einer Veranstaltung am Freitag, 15. Januar, um 19 Uhr von Frau Engelbracht im Gemeindehaus der St. Petri Domgemeinde, Sandstraße 10-12, 28195 Bremen, vorgestellt. Gerahmt wurde der Vortrag durch einleitende Worte von Landesdiakoniepfarrer Pastor Meyer. Ergänzt wurden die Vortragsinhalte um eine mittlerweile weitere, von Frau Engelbracht erstellte Studie: Jugendliche aus Bremen in der Betheler Zweiganstalt Freistatt (1940-1945)
Als Datum für die Veranstaltung wurde der 80. Jahrestag einer Verfügung gewählt, die die Auslese von sog. "erbgesunden und rassich einwandfreien Jungen" und sog. "minderwertigen und nichtarischen Kindern" veranlasst hat.

In der ANLAGE finden Sie die Grundlagenstudie.