Mutter-/Vater-/Kind-Wohngruppe: Villa Anker

Die Wohngruppe wird in Kooperation mit dem Kriz e.V. (www.kriz-ev.de) betrieben. Die ersten Aufnahmen sind im Februar 2013 erfolgt.

Wir wollen mit der Einrichtung gewährleisten, dass Mütter/Väter in schwierigen Lebenslagen und Situationen befähigt werden zusammen mit ihrem Kind zu leben. Sie sollen in die Lage versetzt werden ein Leben gemeinsam mit dem Kind in Eigenverantwortung und zum Wohle des Kindes zu entwickeln.

Rechtlicher Rahmen

§§ 34, 35a, 41 SGB VIII und  § 19 SGB VIII

Aufnahmealter/Platzzahl

In aller Regel ab 16 Jahren und Volljährige bis 27 Jahre (im Einzelfall älter) mit eigenem Erziehungshilfe- und/oder Persönlichkeitsentwicklungsbedarf mit ihren Kindern in einer gemeinsamen, gruppenbezogenen Wohn- und Betreuungsform. Die Einrichtung bietet 8 Schwangeren und jungen Müttern und den dazugehörenden 8 Säuglingen/Kindern eine dem Entwicklungsstand der zu Betreuenden entsprechend ausdifferenzierte Unterbringungsmöglichkeit im Haupthaus bzw. in einer der drei zur Einrichtung gehörenden separaten Wohnungen.

Teamzusammensetzung

Die fachliche Leitung erfolgt durch eine Diplom- Psychologin / Kinderschutzfachkraft mit mehrjähriger Berufserfahrung.

Die Betreuung erfolgt durch ein pädagogisches Fachteam von Diplom SozialpädagogInnen, SozialarbeiterInnen (BA) und einer KunsttherapeutIn sowie einem Team für den Nachtdienst. Der Nachtdienst von 19.00 Uhr bis 8.00 Uhr wird von je einer Nachtwache im Haus und die parallele Bereitschaft im Hintergrund durch die MitarbeiterInnen des pädagogischen Fachteams geleistet.

Zielgruppe

Zielgruppe sind alleinerziehende Mütter und Väter im Alter von 16 bis 27 Jahren und im Einzelfall älter.

Es handelt sich bei dieser Einrichtung um eine Einrichtung für junge schwangere Frauen und Mütter mit einem erzieherischen Bedarf bzw. belasteter Persönlichkeitsentwicklung und/oder Persönlichkeitsstörungen, die Betreuung in einer stationären Einrichtung, die eine „rund-um-die-Uhr“ Betreuung gewährleistet, benötigen.

Aufgenommen werden junge Mädchen ab 16 Jahren bis volljährige junge Frauen im Alter von 25 (Aufnahmealter). Eine Aufnahme von jüngeren Mädchen ist  in Ausnahmefällen möglich. Die Aufnahme erfolgt frühestens ab der 13. Schwangerschaftswoche.

Die Zielgruppe umfasst Frauen, die im alleinigen Zusammenleben mit ihrem Kind kindeswohlgefährdendes Verhalten zeigen und somit ohne intensive Betreuung nicht mit ihrem Kind zusammenleben könnten. Es droht Inobhutnahme und Trennung von Mutter und Kind.  Dies betrifft nicht nur 16 – 18 jährige sondern in einer wachsenden Zahl auch Frauen über diesem Alter hinaus. Sie sind nicht altersgemäß entwickelt und zeigen Verhaltensweisen und –muster die eher Minderjährigen zuzuordnen wären, oftmals verbunden mit Störungsbildern, die durch eigene soziale Prägungen und traumatischen Erlebnissen ausgelöst wurden.

In der Einrichtung Humannstraße wird das Recht auf ein Zusammenleben auch dieser Mütter mit ihren Kindern gewährleistet, mit der Aufgabe durch gezielte Förderung und Betreuung ein dauerhaftes Zusammenwohnen und Leben in Selbständigkeit  zu ermöglichen. Die Kinder sind im diesem Zusammenhang in die Betreuung im vollem Umfang einzubeziehen. In diesem System geht es um die Schaffung einer erfolgversprechenden Mutter Kind Bindung. Das Kindeswohl der Säuglinge / Kinder steht somit im Fokus der Arbeit. Daher sind die Säuglinge / Kinder als volle Personen zu bewerten.

Die Aufnahmen erfolgen zur Sicherung des Kindeswohls immer zuerst im Haupthaus. Ein Umzug in die Außenwohnplätze kann erst erfolgen nach ausreichender Kenntnis über Fähigkeiten der Mütter und ihrer Fähigkeit der Sicherstellung des Kindeswohls, nach entsprechender Hilfeplanung zusammen mit dem AfSD.

Ziele

  • Die Maßnahme zielt auf die Stabilisierung und Kompetenzentwicklung, Kompetenzsicherung und Verselbständigung der
  • Zielgruppe in den Handlungsfeldern / Lebensbereichen:
  • Entwicklung einer sicheren Mutter-Kind-Bindung
  • Stärkung und Stabilisierung der Mutter-Kind-Beziehung
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Auseinandersetzung mit der Mutterschaft und Vorbereitung auf die Mutterrolle,
  • Auseinandersetzung mit den normativen und subjektiven Erwartungen an Familie
  • Sicherstellung grundlegender Erziehungs- undVersorgungskompetenzen zur Gewährleistung einer förderlichen Entwicklung der Säuglinge und Kleinkinder einschließlich der medizinischen Versorgung von Mutter und Kind,
  • Kompensation von Entwicklungsdefiziten und Verhaltensauffälligkeiten,
  • Aufbau sozialer Kompetenzen,
  • (Re)Integration in Schule, Ausbildung und Beruf bzw. Erlangung von Schul- und Ausbildungsabschlüssen, Aufnahme von Arbeit.
  • Entwicklung von Zukunftsperspektiven in Bezug auf die Herkunftsfamilie, ggf. Rückführung ins Elternhaus,auf Elternschaft/Partnerschaft oder in der Situation als Alleinerziehende.

Ausschlusskriterien

  • Chronische Drogen- und Alkoholabhängigkeit
  • Stark vordergründige geistige- und körperliche Behinderung
  • Ein akutes psychiatrisches Störungsbild, das einer stationären psychiatrischen Diagnostik/ Behandlung bedarf

Verweildauer

Die Verweildauer richtet sich einerseits nach den gesetzlichen Vorgaben und andererseits nach dem notwendigen Hilfebedarf, der im gemeinsamen Hilfeplanverfahren regelmäßiger Prüfung unterzogen wird.

Räumlichkeiten

Die Einrichtung befindet sich in Gröpelingen. Das Haus ist sehr ruhig gelegen in einer kleinen Seitenstrasse. Es handelt sich um ein angemietetes größeres Haus mit Garten. Die Außenwohnungen liegen in der Nähe des Haupthauses.

Kontakt

Diakonische Jugendhilfe Bremen
Herr J. Tetens (Päd. Leitung)
Schiffbauerweg 2
28237 Bremen
Tel.: 0421-988865-0
tetens@jub-bremen.de

Direkt in der Wohngruppe:
Tel.:  64917044
Fax.: 64917046
info@humannstrasse-bremen.de

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